3. Quartal 2017

Bayer: Umsatz und Ergebnis gesteigert

  • Covestro entkonsolidiert
  • Konzernumsatz 8,0 Mrd. € (wpb. +1,2 %)
  • EBITDA vor Sondereinflüssen auf 2,2 Mrd. € erhöht (+4,1 %)
  • Pharmaceuticals mit Umsatz- und Ergebnissteigerung
  • Consumer-Health-Geschäft erwartungsgemäß schwach
  • Crop Science und Animal Health mit Umsatzplus
  • Konzernergebnis 3,9 Mrd. € inklusive Covestro-Buchgewinn
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,47 €
  • Konzernausblick 2017 auf Basis der geänderten Struktur bestätigt

Wirtschaftliche Lage des Konzerns

Nach der Entkonsolidierung von Covestro stieg der Umsatz des Bayer-Konzerns im 3. Quartal 2017 um währungs- und portfoliobereinigte 1,2 % auf 8,0 Mrd. €. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA erhöhte sich um 4,1 % auf 2,2 Mrd. €. Umsatz- und Ergebniszuwächse erzielten wir bei Pharmaceuticals. Das Geschäft von Consumer Health war erwartungsgemäß rückläufig. Bei Crop Science und Animal Health stieg der Umsatz, während das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag.

Wesentliche Ereignisse

Im September 2017 hat die Bayer AG weitere 16,3 % der Aktien der Covestro AG verkauft und daraus insgesamt rund 2,2 Mrd. € erlöst.

Aufgrund der weiteren Reduzierung der an der Covestro AG gehaltenen Anteile sowie eines zusätzlich abgeschlossenen Entherrschungsvertrags hat Bayer die faktische Kontrolle über Covestro aufgegeben. Entsprechend erfolgten zum Ende des 3. Quartals die Entkonsolidierung von Covestro und die erstmalige Einbeziehung der Covestro-Gruppe als assoziiertes Unternehmen. Hieraus resultierte ein Ertrag in Höhe von 2,8 Mrd. €, der im Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft ausgewiesen wurde.

Am 13. Oktober 2017 unterzeichnete Bayer im Rahmen der geplanten Übernahme von Monsanto eine Vereinbarung zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften an BASF für 5,9 Mrd. €. Verkaufsgegenstand ist das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige LibertyLink™-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie ein wesentlicher Teil des Geschäfts mit Saatgut in Feldkulturen einschließlich der entsprechenden Forschung und Entwicklung. Die Transaktion muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden und wird erst wirksam, wenn die Übernahme von Monsanto durch Bayer erfolgreich abgeschlossen ist. Bis zum Abschluss der Veräußerung wird Bayer als Eigentümer die Geschäfte weiterführen.