Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

Mit der Aufgabe der faktischen Kontrolle durch Bayer ist Covestro im abgelaufenen Quartal kein berichtspflichtiges Segment des Bayer-Konzerns mehr und wird als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen. Die Finanzinformationen für die Quartale vor der Entkonsolidierung, einschließlich der Vorjahreswerte, wurden entsprechend angepasst. Das fortzuführende Geschäft des Bayer-Konzerns setzt sich nun allein aus den Life-Science-Bereichen zusammen; der gesonderte Ausweis einer entsprechenden Zwischensumme entfällt. Covestro wird aufgrund des verbleibenden maßgeblichen Einflusses als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und zukünftig nach der Equity-Methode bilanziert.

Ertragslage Bayer-Konzern1

3. Quartal 2017

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz stieg im 3. Quartal 2017 wpb. um 1,2 % auf 8.025 Mio. € (nominal: −2,8 %). Davon entfielen 743 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich wpb. um 2,3 % auf 4.065 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf die erneut starke Entwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte zurückzuführen. Bei Consumer Health verringerte sich der Umsatz erwartungsgemäß wpb. um 2,9 % auf 1.320 Mio. €. Der Umsatz von Crop Science erhöhte sich wpb. um 2,7 % auf 2.031 Mio. €. Animal Health verzeichnete einen Zuwachs von wpb. 1,4 % auf 359 Mio. €.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich um 4,1 % auf 2.204 Mio. €. Negative Währungseffekte belasteten das Ergebnis mit rund 100 Mio. €. Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 5,1 % auf 1.493 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health verringerte sich deutlich um 16,5 % auf 274 Mio. €. Bei Crop Science ging das EBITDA vor Sondereinflüssen um 3,5 % auf 307 Mio. € zurück. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health sank um 8 Mio. € (9,0 %) auf 81 Mio. €.

Abschreibungen und Sondereinflüsse

Die Abschreibungen und Wertminderungen sanken im 3. Quartal 2017 um 3,0 % auf 581 Mio. € (Vorjahr: 599 Mio. €). Sie setzten sich aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte von 319 Mio. € (Vorjahr: 389 Mio. €) sowie Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen von 262 Mio. € (Vorjahr: 210 Mio. €) zusammen. In den Abschreibungen waren Wertminderungen in Höhe von 8 Mio. € enthalten. Zudem wurden 16 Mio. € als beschleunigte Abschreibung in den Sondereinflüssen erfasst.

EBIT

Das EBIT des Bayer-Konzerns lag mit 1.388 Mio. € (Vorjahr: 1.397 Mio. €; −0,6 %) auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Darin enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 249 Mio. € (Vorjahr: 125 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen in Verbindung mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto in Höhe von 102 Mio. €, Rückstellungen für Rechtsrisiken in Höhe von 93 Mio. € sowie Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 44 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 7,6 % auf 1.637 Mio. € (Vorjahr: 1.522 Mio. €).

Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir im 3. Quartal 2017 folgende Sondereffekte berücksichtigt:

Überleitung Sondereinflüsse1

 

 

EBIT Q3 2016

EBIT Q3 2017

 

EBIT 9M 2016

EBIT 9M 2017

 

EBITDA Q3 2016

EBITDA Q3 2017

 

EBITDA 9M 2016

EBITDA 9M 2017

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

1

zur Definition siehe Geschäftsbericht 2016, Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Vor Sondereinflüssen

 

1.522

1.637

 

5.653

5.873

 

2.118

2.204

 

7.512

7.505

Pharmaceuticals

 

−6

3

 

−248

−153

 

−5

3

 

−15

−7

Consumer Health

 

−29

−18

 

−93

−42

 

−27

−17

 

−77

−32

Crop Science

 

−71

−121

 

−104

−253

 

−71

−108

 

−104

−216

Animal Health

 

−1

−8

 

−2

−8

 

−1

−8

 

−2

−8

Überleitung

 

−18

−105

 

−54

−139

 

−18

−105

 

−54

−139

Restrukturierung

 

−18

−13

 

−49

−42

 

−18

−13

 

−49

−42

Rechtsfälle / Rechtliche Risiken

 

−92

 

−5

−97

 

−92

 

−5

−97

Summe Sondereinflüsse

 

−125

−249

 

−501

−595

 

−122

−235

 

−252

−402

davon Herstellungskosten

 

−20

−24

 

−219

−115

 

−18

−8

 

−40

−61

davon Vertriebskosten

 

−25

−15

 

−96

−56

 

−25

−15

 

−60

−24

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−13

−3

 

−66

−116

 

−13

−3

 

−33

−9

davon Allgemeine Verwaltungskosten

 

−72

−115

 

−116

−208

 

−72

−115

 

−116

−208

davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

5

−92

 

−4

−100

 

6

−94

 

−3

−100

Nach Sondereinflüssen

 

1.397

1.388

 

5.152

5.278

 

1.996

1.969

 

7.260

7.103

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft stieg auf 3.423 Mio. € (Vorjahr: 333 Mio. €). Hiervon entfiel mit 3.317 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €) der wesentliche Teil auf Covestro. Dieser Betrag setzt sich aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung, aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile und dem operativen Ergebnis zusammen. Covestro erhöhte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal wpb. um 20,4 % auf 3.513 Mio. € (Vorjahr: 3.004 Mio. €), insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Verkaufspreise bei leicht höheren Absatzmengen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro verbesserte sich um 54,1 % auf 869 Mio. € (Vorjahr: 564 Mio. €). Erheblich gestiegene Verkaufspreise konnten höhere Rohstoffkosten überkompensieren.

Konzernergebnis

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –403 Mio. € (Vorjahr: –233 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 985 Mio. € (Vorjahr: 1.164 Mio. €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 212 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 3. Quartal 2017 ein Konzernergebnis von 3.881 Mio. € (Vorjahr: 1.187 Mio. €).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) erhöhte sich im 3. Quartal 2017 von 1,43 € auf 4,45 €. Wesentlicher Effekt war dabei die Neubewertung der Anteile der Covestro-Gruppe, der sich im Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft widerspiegelt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft verringerte sich um 3,9 % auf 1,47 € (Vorjahr: 1,53 €). Hier wirkt sich vor allem die unterschiedliche Aktienanzahl aus, die sich durch die im November 2016 ausgegebene Pflichtwandelanleihe im Jahr 2017 signifikant erhöht hat. Bei gleicher Aktienanzahl hätte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 1,4 % verbessert.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1

 

 

Q3 2016

Q3 2017

 

9M 2016

9M 2017

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

1

zur Definition siehe Geschäftsbericht 2016, Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

1.397

1.388

 

5.152

5.278

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten

 

387

319

 

1.476

1.077

Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen

 

1

22

 

17

68

Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen)

 

123

235

 

252

402

„Core EBIT“

 

1.908

1.964

 

6.897

6.825

Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−233

−403

 

−741

−1.068

Sondereinflüsse Finanzergebnis

 

−34

162

 

−44

361

Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−207

−212

 

−954

−894

Sondereinflüsse Ertragsteuern

 

 

Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse

 

−167

−228

 

−533

−580

Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−4

3

 

−9

3

Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen

 

−1

 

−1

Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft

 

1.262

1.286

 

4.615

4.647

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Stück

in Stück

 

in Stück

in Stück

Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien

 

826.947.808

872.467.808

 

826.947.808

871.987.808

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in €

in €

 

in €

in €

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“

 

1,53

1,47

 

5,58

5,33

Personalaufwand und Mitarbeiter

Der Personalaufwand verringerte sich um 1,4 % auf 2.300 Mio. € (Vorjahr: 2.333 Mio. €). Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns blieb im Stichtagsvergleich mit 99.845 Mitarbeitern (Vorjahr: 99.517 Mitarbeiter; +0,3 %) nahezu unverändert.

Dreivierteljahr 2017

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz stieg im Dreivierteljahr 2017 wpb. um 1,1 % auf 26.419 Mio. € (nominal +1,1 %). Davon entfielen 2.509 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich wpb. um 4,6 % auf 12.632 Mio. €. Bei Consumer Health blieb der Umsatz mit 4.463 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (wpb. −0,8 %). Der Umsatz von Crop Science ging wpb. um 3,2 % auf 7.314 Mio. € zurück. Animal Health verzeichnete eine wpb. Umsatzsteigerung von 2,1 % auf 1.249 Mio. €.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns lag mit 7.505 Mio. € (−0,1 %) auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 7.512 Mio. €). Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 11,0 % auf 4.476 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health verringerte sich um 5,7 % auf 980 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science sank aufgrund der im 2. Quartal berichteten Entwicklung in Brasilien merklich um 16,0 % auf 1.739 Mio. €, während Animal Health eine Ergebnissteigerung von 6,8 % auf 332 Mio. € erzielte.

Abschreibungen und Sondereinflüsse

Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich im Dreivierteljahr 2017 auf 1.825 Mio. € (Vorjahr: 2.108 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 1.077 Mio. € (Vorjahr: 1.477 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 748 Mio. € (Vorjahr: 631 Mio. €). In den Abschreibungen waren Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 181 Mio. € (Vorjahr: 321 Mio. €) enthalten. Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 168 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio. €) sowie beschleunigte Abschreibungen in Höhe von 26 Mio. € wurden als Sondereinflüsse erfasst.

EBIT

Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg um 2,4 % auf 5.278 Mio. € (Vorjahr: 5.152 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich per saldo auf 595 Mio. € (Vorjahr: 501 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen in Verbindung mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto in Höhe von 170 Mio. €, Wertanpassungen in Höhe von 146 Mio. €, Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 124 Mio. € sowie Rückstellungen für rechtliche Risiken in Höhe von 100 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 3,9 % auf 5.873 Mio. € (Vorjahr: 5.653 Mio. €).

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft stieg auf 4.628 Mio. € (Vorjahr: 862 Mio. €). Hiervon entfiel mit 4.276 Mio. € (Vorjahr: 683 Mio. €) der Großteil auf Covestro. Dieser Betrag setzt sich im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung, aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile und dem operativen Ergebnis zusammen. Covestro erhöhte den Umsatz im Dreivierteljahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wpb. um 19,9 % auf 10.556 Mio. € (Vorjahr: 8.829 Mio. €) insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Verkaufspreise und höheren Absatzmengen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro verbesserte sich um 56,2 % auf 2.517 Mio. € (Vorjahr: 1.611 Mio. €). Deutlich gestiegene Verkaufspreise konnten höhere Rohstoffkosten überkompensieren.

Konzernergebnis

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –1.068 Mio. € (Vorjahr: –741 Mio. €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 4.210 Mio. € (Vorjahr: 4.411 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von –354 Mio. € (Vorjahr: –369 Mio. €), Kurssicherungskosten in Höhe von 321 Mio. € (Vorjahr: 157 Mio. €) sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 143 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio. €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 894 Mio. € (Vorjahr: 954 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 3.316 Mio. € (Vorjahr: 3.457 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 7.188 Mio. € (Vorjahr: 4.078 Mio. €).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) verbesserte sich auf 8,24 € (Vorjahr: 4,93 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag mit 5,33 € (Vorjahr: 5,58 €) unter dem Niveau des Vorjahres. Hier wirkt sich vor allem die unterschiedliche Aktienanzahl aus, die sich durch die im November 2016 ausgegebene Pflichtwandelanleihe im Jahr 2017 signifikant erhöht hat. Bei gleicher Aktienanzahl hätte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 0,7 % verbessert.

1 Für die Definition der alternativen Leistungskennzahlen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016, Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.